{"id":1111,"date":"2019-04-23T14:39:28","date_gmt":"2019-04-23T12:39:28","guid":{"rendered":"http:\/\/s691700589.online.de\/?page_id=1111"},"modified":"2020-05-27T09:13:37","modified_gmt":"2020-05-27T07:13:37","slug":"was-ist-skeet","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.wco-giessen.de\/?page_id=1111","title":{"rendered":"Was ist Skeet ?"},"content":{"rendered":"\n<p>Dies ist ein grober \u00dcberblick \u00fcber das Skeetschie\u00dfen. Da sich die Reglements auf nationaler und internationaler Ebene fast j\u00e4hrlich \u00e4ndern, wird hier nur auf das Grundprinzip eingegangen. Selbstverst\u00e4ndlich ist das Skeetschie\u00dfen keine ausschlie\u00dflich von M\u00e4nnern betriebene Sportart. Wenn hier also von \u201eSch\u00fctze(n)\u201c die Rede ist, ist damit eine gendergerechte Sprache gemeint.<\/p>\n<p>Der Begriff Skeet ist u. a. zur\u00fcckzuf\u00fchren auf den englischen Begriff shoot und hei\u00dft schie\u00dfen. Im heutigen Schie\u00dfsport ist damit eine besondere Disziplin des Wurfscheibenschie\u00dfens gemeint. Der Sch\u00fctze schie\u00dft mit einer Schrotflinte auf fliegende Ziele (Wurfscheiben, ehemals Tontauben). Die getroffenen Ziele ergeben Punkte und diese werden aufsummiert. Ziel ist es, viele Wurfscheiben in der vorgegebenen Reihenfolge zu treffen und somit viele Punkte erzielen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.wco-giessen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/wco_skeetstand.png\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"461\" src=\"https:\/\/www.wco-giessen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/wco_skeetstand-1024x461.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1114\" srcset=\"https:\/\/www.wco-giessen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/wco_skeetstand-1024x461.png 1024w, https:\/\/www.wco-giessen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/wco_skeetstand-300x135.png 300w, https:\/\/www.wco-giessen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/wco_skeetstand-768x346.png 768w, https:\/\/www.wco-giessen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/wco_skeetstand-660x297.png 660w, https:\/\/www.wco-giessen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/wco_skeetstand.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Schematische Darstellung eines Skeet-Schie\u00dfstandes nach Abma\u00dfen der ISSF (Stand 2018)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Beim Skeetschie\u00dfen steht der Sch\u00fctze auf acht bestimmten Positionen, die in einem Halbkreis um zwei H\u00e4user angeordnet sind. Das h\u00f6here Haus auf der linken Seite des Schie\u00dfstandes hei\u00dft Hochhaus (fr\u00fcher pull, heute engl. high house). Das rechte, kleinere Haus, hei\u00dft Niederhaus (fr\u00fcher mark, heute engl. low house). In jedem Haus befindet sich eine Wurfmaschine, die auf Zuruf des Sch\u00fctzen elektronisch eine Wurfscheibe abwirft. Der Sch\u00fctze muss versuchen diese als Einzelscheibe oder, wenn beide Maschinen gleichzeitig werfen, als Dublette zu treffen. Bei Dubletten z\u00e4hlt auch die Reihenfolge, in der die Wurfscheiben getroffen werden m\u00fcssen. Trifft er beide Scheiben gleichzeitig, gibt es eine Wiederholung oder aber keine Punkte. Zur \u00dcberpr\u00fcfung der Flugrichtung der Wurfscheiben kann in der Mitte des Skeetstandes in der H\u00f6he von ca. 4,6 Metern ein Ring aufgestellt werden, durch den die Wurfscheiben beider H\u00e4user unver\u00e4ndert durchfliegen m\u00fcssen. Das Reglement sieht eine Wurfweite von ca. 68 m vor, was einer Fluggeschwindigkeit von ca. 24 m\/s oder 86 km\/h entspricht. Da es Begrenzungspfosten gibt, zwischen denen die Scheibe beschossen werden d\u00fcrfen, ergibt sich dadurch eine maximale Flugzeit von 2 Sekunden, in welcher der Sch\u00fctze die Einzelscheiben sowie die Dubletten treffen kann.<\/p>\n<p>Seit 1968 ist die Disziplin Skeet olympisch und die Wettk\u00e4mpfe werden w\u00e4hrend der Olympischen Spiele zum Teil im Fernsehen oder im Internet (<a href=\"http:\/\/www.issf-sports.org\/\">ISSF<\/a>) \u00fcbertragen.<br>Bei der olympischen Disziplin Skeet sind die Scheiben aus einem biologisch abbaubaren Material und haben einen Durchmesser von 110&nbsp;mm und ein Gewicht von 100&nbsp;Gramm. Die Farbe ist in den meisten F\u00e4llen orange.<\/p>\n<p>Beschossen werden die Scheiben mit Schrotflinten bis Kaliber 12. Das entspricht einem Laufdurchmesser von ungef\u00e4hr 18 mm. Die Schrote haben einen Durchmesser von \u00fcblich 2 mm bis maximal 2,5 mm und zusammen ein Gewicht von 24 Gramm. Sie befinden noch beim Austreten aus dem Lauf in einem vorne offenen Kunststoffbecher, dem Schrotbecher. Die Geschwindigkeit der Schrote liegt bei ungef\u00e4hr 400 m\/s oder 1440 km\/h. Beim Skeetschie\u00dfen betr\u00e4gt die mittlere Entfernung zur Wurfscheibe ca. 18 Meter. Die Verteilung der Schrote auf diese Entfernung hat sich vom Laufdurchmesser auf ungef\u00e4hr 50 cm bis 70 cm aufgeweitet.<\/p>\n<p>Beim sportlichen Skeetschie\u00dfen, darf der Sch\u00fctze nur eine Patrone pro geworfener Wurfscheibe laden und schie\u00dfen. An einer Runde, bestehend aus 25 Scheiben, k\u00f6nnen sich maximal 6 Sch\u00fctzen beteiligen. Die Gruppe der sechs Sch\u00fctzen wird auch Rotte genannt. Sie umlaufen die St\u00e4nden 1 bis 7. Der 8. Stand befindet sich in der Mitte zwischen den beiden H\u00e4usern. Jeder Sch\u00fctze darf auf diesen Positionen, der Reihenfolge nach, Scheiben beschie\u00dfen. Sind alle Sch\u00fctzen dran gewesen, wird der Stand gewechselt. Steht der Sch\u00fctze auf dem Stand, darf er den Schaft der Flinte maximal auf die H\u00f6he des Ellbogengelenks des h\u00e4ngenden Arms nehmen. Erst wenn er die Scheibe durch lauten Ruf anfordert (abruft), darf er nach Erscheinen des Ziels die Flinte in den Anschlag bringen und schie\u00dfen. Dabei sieht die olympische Disziplin als Erschwernis eine zuf\u00e4llige Verz\u00f6gerung von bis zu 3 Sekunden vor, zwischen dem Abruf und dem Abwurf der Maschine(n). Die Flinte ist nach dem Schie\u00dfen sofort zu \u00f6ffnen und die Patronen, ob voll oder leer, m\u00fcssen entnommen werden. Bei den Dubletten spricht man von Hochhausdubletten, wenn der Sch\u00fctze die Scheibe, die vom Hochhaus geworfen wird, als Erstes treffen muss. Das Pendant dazu ist die Niederhausdublette. Wenn bei einem Stechen oder im Finale von Revers-Dubletten gesprochen wird, ist damit die der vorherigen Dublette gegenl\u00e4ufige gemeint.<\/p>\n<p>Folgende 25 Scheiben werden in einer Runde olympisch Skeet auf den jeweiligen St\u00e4nden geschossen:<\/p>\n<p>Stand 1: Hochhaus, Hochhausdublette<br>Stand 2: Hochhaus, Hochhausdublette<br>Stand 3: Hochhaus, Hochhausdublette<br>Stand 4: Hochhaus, Niederhaus (hier m\u00fcssen zwei Patronen geladen werden)<br>Stand 5: Niederhaus, Niederhausdublette<br>Stand 6: Niederhaus, Niederhausdublette<br>Stand 7: Niederhausdublette<br>Stand 4: Hochhausdublette, Niederhausdublette<br>Stand 8: Hochhaus, Niederhaus<\/p>\n<p>Leider wird man bei \u00dcbertragungen im Fernsehen dieses Schie\u00dfen kaum sehen. Es werden meist nur die Finale zwischen den besten 6 Sch\u00fctzen \u00fcbertragen. Dabei werden die vorher erreichten Punkte alle auf null gesetzt, damit der TV\u2011Zuschauer nicht vom Ergebnis der Vork\u00e4mpfe verwirrt wird. Geschossen wird dann auf sogenannte Flash-Scheiben, die beim Treffen eine Wolke aus gef\u00e4rbtem Maismehl oder St\u00e4rke freisetzen. Das erh\u00f6ht die Sichtbarkeit im Fernsehen. In folgender Reihenfolge wird geschossen:<\/p>\n<p>Stand 3: Hochhausdublette, Revers-Dublette (in dem Fall Niederhausdublette)<br>Stand 4: Hochhausdublette im Wechsel Revers-Dublette (Niederhausdublette)<br>Stand 5: Niederhausdublette, Revers-Dublette (in dem Fall Hochhausdublette)<\/p>\n<p>Das sind also 10 m\u00f6gliche Punkte.<\/p>\n<p>Nach 20 Scheiben scheidet der schlechteste Sch\u00fctze aus. Die verbleibenden Sch\u00fctzen schie\u00dfen wiederholt diese Reihenfolge (10 Scheiben). Die Reihenfolge des Ausscheidens entscheidet \u00fcber die Platzierung. Bei Gleichstand entscheidet die Rangfolge der Finalsch\u00fctzen. Bei Gleichstand der beiden letzten Sch\u00fctzen gibt es ein Stechen auf Stand 4.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":57,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-1111","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wco-giessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1111","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wco-giessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wco-giessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wco-giessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wco-giessen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1111"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.wco-giessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1111\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2481,"href":"https:\/\/www.wco-giessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1111\/revisions\/2481"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wco-giessen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/57"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wco-giessen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1111"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}