Trap

In der Disziplin Trap wird in Serien mit 24g-Schrot auf Wurfscheiben, Tauben genannt, geschossen. Die Stände, von denen geschossen wird, liegen nebeneinander in einer Reihe fünfzehn Meter hinter der Wurfmaschine, die die Wurfscheiben, variabel im Abgangswinkel, vom Schützen weg wirft. Die Wurfscheiben erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 70 km/h. Eine olympische Serie besteht aus 25 Wurfscheiben (Jagdschützen 15 Wurfscheiben). Dabei werden in einem Durchgang von jedem Stand aus je zwei Scheiben nach links und nach rechts sowie eine geradeaus geworfen.
Die Teilnehmer absolvieren ihren Wettkampf in sogenannten Rotten, bestehend aus je 6 Schützen. Mannschaften in Teamwettbewerben bestehen aus je drei Schützen.
Beim "sportlichen Trap" werden die Scheiben vom Schützen vokal abgerufen; geschossen wird (im Gegensatz zum jagdlichen Anschlag) im Voranschlag, das bedeutet, die Waffe ist beim Abruf bereits im Anschlag. Die Distanz des Schützen zur Abwurfeinrichtung (i.d.R. 5 Stände für insgesamt max. 6 Schützen; 3 Wurfmaschinen je Stand = 15 Wurfmaschinen) ist jedoch größer als beim jagdlichen Trap. Die Scheiben fliegen darüber hinaus weiter, also auch schneller. Als Treffer wird gewertet, wenn die Schiedsrichter nach dem Schuss und während der Flugphase der Scheibe erkennen können, dass sich ein "sichtbares Stück" von der Scheibe löst.

Offizielle technische Beschreibung (nach Sportordnung)

Trap (Regel 3.10 SpO)

Flinte

Ø       zugelassen sind alle Flinten einschließlich halbautomatischer Modelle, die das Kaliber 12 nicht überschreiten

Ø       Halbautomatische Flinten müssen so beschaffen sein, dass es nicht möglich ist, mehr als eine Patrone in das Magazin zu laden

Ø       Vorderschaftrepetierer (Pump-Guns) sind verboten  

Munition

Ø       Schrotpatronen

Ø       Hülse im abgeschossenen Zustand nicht länger als 70 mm

Ø       Schrotgröße maximal 2,6 mm

Ø       Schrotladung maximal 24,5 g

Ø       es dürfen keine inseitigen Änderungen, die einen Streueffekt bewirken, vorgenommen werden (Einsatz von Streukreuzen)

Wurfscheiben

Ø       Durchmesser 110 mm (± 1 mm)

Ø       Höhe 25-26 mm

Ø       Gewicht 105 g (± 5 g)

Ø       Trainings- und Wettkampfscheiben müssen übereinstimmen

Ø       während des Wettkampfes dürfen nur Wurfscheiben gleicher Farbe geworfen werden

Weite, Höhe

Ø       die Wurfweite, Höhe und Winkeleinstellung, innerhalb der die Wurfscheibe sichtbar getroffen werden muss, wird nach einem von neun Regeln bestimmten Schema eingestellt

Ø       die Wurfhöhe, gemessen von der Basisebene in 10 m Abstand von der Wurfmaschine, ist auf mindestens 1,5 m, höchstens 3,5 m (± 0,5 g) und die Flugweite auf 76 m (± 1 m) festgelegt

Ø       die Schemen werden wie folgt eingestellt: Höhe + Weite, dann Winkel!

Anschlag

Ø       der Anschlag ist frei wählbar

Ø       meistens jedoch wird die Waffe in die Schulter eingesetzt und auf den Abruf des Schützen hin, wird die Wurfscheibe sofort geworfen

Ø       auf jede Scheibe dürfen 2 Schüsse abgegeben werden

Wettkampfprogramm

Ø       aus 5 Gruppen mit je 3 Maschinen werden aus einer Deckung, die vom Schützen 15 m entfernt ist, die Wurfscheiben geschleudert

Ø       internationale Wettkämpfe werden bei Männern über 125 Wurfscheiben (5 Serien à 25 Wurfscheiben) und bei Frauen über 75 Wurfscheiben (3 Serien à 25 Wurfscheiben) durchgeführt

Ø       danach nehmen die sechs Besten an einem Finale über 25 Wurfscheiben teil

Ø       das Finale der besten sechs Schützen wird nur mit einer Patrone durchgeführt

Ø       Gleichheit wird durch ein "Shoot off" gebrochen

Ø       bei nationalen Turnieren können größere oder kleinere Wettkampfprogramme ausgeschrieben werden

Ø       die Summe der Treffer entscheidet über Platzierung der Teilnehmer
  

 

 

 

Titelfilter     Anzeige # 
# Beitragstitel Zugriffe
 
Wir haben 3 Gäste online
webmaster Lars Reichel